Naturmaterialien, ein bisschen Werkzeug und eine einfache Idee – mehr braucht es für diese besonderen Stifte nicht. Jeder Zweig sieht anders aus und genau das macht die fertigen Natur-Stifte später so einzigartig.
Schon zu meiner Jungscharzeit hat man immer wieder „Holunder-Kulis“ gebaut. Und genau diese sind die Grundidee für die Natur-Stifte. Ich erweitere diese alte Bastelei um weitere Materialien und die Bleistift-Version.

Als Grundmaterial eignen sich möglichst gerade Zweige. Ich hatte Bambus, Rose, Holunder und „Holz“. Keine Ahnung, von welchem Baum das ursprünglich war. Hab den Zweig halt in dem Zeitraum gefunden, als die Stift-Idee schon im Kopf war. Hat mir gefallen. Mitgenommen.
Die ersten 3 Materialien haben den großen Vorteil, dass sie im Inneren ein weiches Mark haben. Da läuft später der Bohrer sauber rein. Bei dem Zweig vom Baum war das Bohren schon etwas schwieriger, aber ich hatte Glück.

Außer den Zweigen braucht ihr noch Minen für die Stifte und Bohrer.
Wie immer gilt: Kauft euer Material, wo ihr wollt. Ich will mit der Jungscharwerkstatt kein Geld verdienen.
Als Minen habe ich Kugelschreiberminen mit knapp 10 cm Länge besorgt. Die Kuliminen hatten links und rechts eine „Nase“. Falls die stören, könnt ihr sie vorsichtig mit einem scharfen Messer vorsichtig „weg schnitzen“.
Als Bleistiftminen sogenannte „Fallminen“ (gibt’s auch in verschiedenen Farben) und Zirkelminen.
Die Bohrer richten sich nach dem Durchmesser der Minen. Bleistifte habe ich mit 2mm gebohrt, Kulis mit 3mm. Das Problem dabei ist: Üblicherweise sind so dünne Bohrer keine 10 cm lang. Und die Tiefe brauchen wir für die langen Minen. Also die entsprechenden Bohrer bestellen oder mit Zirkelminen arbeiten. Die könnt ihr auch mit einem kurzen Bohrer verarbeiten.

So, jetzt geht die richtige Arbeit los. Mit einem großen Spitzer spitzt ihr die Stöckchen ein bisschen an, dann sieht man besser, was man schreibt. Allerdings nicht zu sehr, ihr müsst auch noch den Bohrer ansetzen können. Hier seht ihr mal den Größenvergleich von Bohrer und Mine. Ihr müsst also ganz schön weit in die Stöckchen rein bohren.
Probiert dann, ob die Mine weit genug in den Stift geht. Die Fallminen musste ich ein bisschen kürzen. Passt? Dann noch ein Tropfen Holzleim an das Loch und die Mine verkleben.
Bei den Fallminenstiften müsst ihr ganz gerade Stöckchen (Bambus) nehmen und exakt in der Mitte bohren. Sonst wird die Mine nicht angespitzt. Wenn eure Teilis nicht so genau arbeiten können, nehmt Zirkelminen, da kann man den Stift sowieso nur ein paar mal spitzen.

