… er sah, dass es gut war!

Manche Baustellen ziehen sich länger hin als geplant.

Die Arbeit an diesem Projekt hat mich echt gefordert. Die Planung klang erst ganz einfach, aber dann… naja. Der Zählerplatz entsprach mal wieder nicht den aktuellen Vorschriften, also musste ich nachrüsten. Die Zusammenarbeit mit anderen Firmen lief auch nicht so reibungslos, wie ich es mir gewünscht hätte. Alles dauerte länger, alles war komplizierter.

Aber jetzt ist die Photovoltaikanlage fertig.

Die Solarzellen auf dem Dach produzieren Strom.
Der Wechselrichter speist ihn ins Hausnetz ein.
Der Zählerplatz ist vorschriftsmäßig angepasst.
Und der Netzbetreiber kann im Notfall die Anlage runterregeln, um das Stromnetz stabil zu halten.

Ich mache noch ein paar Fotos – für die Dokumentation, aber auch für mich. Baustelle abgeschlossen. Und als ich mir das fertige Ergebnis anschaue, denke ich:

„Ja, das ist gut geworden.“

Dieser Moment erinnert mich manchmal an die Schöpfungsgeschichte.

„Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ – 1. Mose 1,31

Gott hat nicht einfach nur irgendwas gemacht. Er hat mit Sorgfalt gearbeitet. Am Anfang stand Chaos – am Ende eine perfekte, lebensfreundliche Welt. Schritt für Schritt. Und jedes Mal, wenn er etwas fertiggestellt hatte, schaute er es an und sagte: „Das ist gut.“

Das gilt nicht nur für die Natur oder das Universum – sondern auch für uns Menschen.

Und das Beeindruckende ist: Gott hat nicht nur irgendwann die ersten Menschen geschaffen und gesagt, dass es sehr gut war. Er hat auch jeden einzelnen Menschen im Blick. Auch dich.

Du bist für Gott nicht einfach eine oder einer von vielen. Er kennt dich. Er weiß, was dich ausmacht. Er weiß, was du gut kannst und womit du Schwierigkeiten hast. Er kennt sogar die Seiten an dir, die du selbst vielleicht nicht besonders magst.

In Psalm 139,13 und 14 heißt es:

„Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe. Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.“

Du bist eines dieser Werke Gottes. Du bist wunderbar gemacht.

Das bedeutet nicht, dass alles, was du tust, automatisch gut ist. Du wirst Fehler machen. Manches in deinem Leben wird nicht nach Plan laufen. Nicht nach deinem und nicht nach Gottes Plan. Vielleicht zweifelst du manchmal sogar an dir selbst und fragst dich, ob du gut genug bist.

Aber dadurch wirst du für Gott nicht weniger wertvoll. Gott schaut dich an und sieht nicht nur deine Fehler. Er sieht dich. Den Menschen, den er geschaffen hat und den er liebt.

Und wenn etwas schiefläuft, musst du es vor ihm nicht verstecken. Du kannst mit deinen Fehlern zu Gott kommen. Er vergibt dir und gibt dir die Möglichkeit, neu anzufangen.

Und über dir als seinem Geschöpf steht immer noch das, was ganz am Anfang über seiner Schöpfung stand:

„Gott sah, dass es gut war.“

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