Schattenwechsel

Kaum ist die Taschenlampe aus, verschwinden überall Schatten zwischen Bäumen und Gebüschen. Plötzlich hört man Schritte im Dunkeln, irgendwo rennt jemand los und mitten auf der Wiese tastet ein einzelner Lichtkegel die Nacht ab. Bei „Schattenwechsel“ wechseln sich ruhige Anspannung und hektische Sprints ständig ab – und genau das macht das Spiel so spannend.

WICHTIG!
Jedes Spiel im Wald, das abseits der offiziellen Wege stattfindet, muss im Vorfeld mit dem zuständigen Forstamt bzw Grundstückseigentümer abgesprochen werden. Das gilt noch mehr, wenn ihr nach einbruch der Dunkelheit spielt. Nach einer Anmeldung könnt ihr sicher sein, dass euch niemand in der Nacht mit einem geladenen Jagdgewehr mit einem Reh verwechselt.

Das Spiel funktioniert besonders gut:

  • im Wald
  • auf großen Wiesen mit einzelnen Bäumen
  • in Parks
  • auf Freizeitgeländen
  • in der Dämmerung oder bei Nacht

Wichtig ist nur: Das Gelände sollte ungefährlich sein und vorher kurz gemeinsam angeschaut werden. Bei diesem Spiel hängt viel vom Spielfeld ab.

Vorbereitung

Legt einen festen Mittelpunkt fest. Dort steht später der Wächter.

Die Mitspielenden sollten:

  • möglichst keine komplett schwarze Kleidung tragen
  • feste Schuhe anhaben
  • wissen, welche Bereiche als Versteck tabu sind

Außerdem solltet ihr vorher klare Regeln festlegen: nicht klettern, nicht durch dichtes Gebüsch oder Dornen rennen, fair spielen…

Durch den immer kürzer werdenden Countdown bleibt der Spielbereich automatisch relativ klein. Wer sich zu weit entfernt, schafft es meist nicht mehr rechtzeitig zurück zum Wächter.

Das Spielprinzip

Eine Person ist der „Wächter“. Sie steht mit geschlossenen Augen und einer Taschenlampe in der Mitte des Spielfelds.

Alle anderen stehen zu Beginn direkt beim Wächter und berühren ihn mit einer Hand.

Nun beginnt der Wächter laut rückwärts zu zählen: „20 … 19 … 18 …“

Die Zeit müsst ihr je nach Gelände anpassen, damit alle eine faire Chance haben, ein Versteck zu finden. Ändert die Regeln gegebenenfalls zwischen den Runden. (LWK)

Sobald das Zählen beginnt, laufen alle los und verstecken sich.

Bei „0“ öffnet der Wächter die Augen und darf mit der Taschenlampe die Umgebung absuchen. Dabei darf er:

  • sich auf der Stelle drehen
  • in alle Richtungen leuchten
  • Namen nennen

Seinen Platz darf er dabei nicht verlassen. Setzt als Mitarbeitende eventuell ein Zeitlimit für die Suche.

Entdeckt der Wächter jemanden, muss er:

  • den Namen sagen
  • und beschreiben, wo sich die Person befindet

Zum Beispiel:
„Jonas hinter dem linken Baum!“

Zusätzlich sollte der Wächter mit der Taschenlampe deutlich in die Richtung leuchten.

Wird die Person eindeutig erkannt, scheidet sie nicht aus, sondern wird selbst zum Wächter. Die gefundenen Spieler stellen sich mit in die Mitte und helfen in der nächsten Runde beim Suchen mit.

Die Taschenlampe bleibt dabei weiterhin beim ursprünglichen Wächter.

Die nächste Runde

Hat der Wächter niemanden mehr entdeckt oder beendet die Suchphase, schließen alle Wächter wieder die Augen.

Jetzt beginnt die hektische Phase des Spiels:

Alle verbliebenen Spieler müssen aus ihren Verstecken kommen, zum Mittelpunkt laufen, einen Wächter kurz antippen und sich anschließend ein neues Versteck suchen.

Währenddessen zählt der Wächter erneut herunter: „19 … 18 … 17 …“

Der Countdown wird also von Runde zu Runde kürzer.

Dadurch steigt automatisch die Spannung:

  • weniger Zeit zum Rennen
  • weniger Zeit zum Verstecken
  • mehr Risiko beim Positionswechsel

Mit jeder Runde stehen außerdem mehr Wächter in der Mitte. Dadurch wird es immer schwieriger, unentdeckt zu bleiben.

Spielende

Das Spiel endet, wenn alle Spieler gefunden wurden.

Für die nächste Runde wird ein neuer erster Wächter bestimmt.

Warum das Spiel gut funktioniert

Hier passiert ständig etwas: verstecken, beobachten, sprinten, Risiken eingehen, Position wechseln

Vor allem das erneute Antippen sorgt dafür, dass niemand dauerhaft sicher irgendwo im Gebüsch sitzen bleiben kann.

Und genau dadurch entstehen die besten Momente:
Wenn plötzlich mehrere Spieler gleichzeitig aus ihren Verstecken schießen und versuchen, im Dunkeln unbemerkt zum Mittelpunkt zu kommen, während die Wächter im letzten Moment noch versuchen, jemanden im Lichtkegel zu entdecken.


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