Auktion des Grauens

Auktion des Grauens ist eher für kleinere Gruppen gedacht. Jeder Teilnehmer spielt für sich. Wenn man die Aufgaben aber für Gruppen auslegt, kann man es auch als Abendprogramm für Zeltlager nutzen. Die Teilnehmer müssen in diesem Fall in Gruppen gegeneinander antreten. Ziel ist es, möglichst viel Spielgeld zu verdienen. Das kann zum Beispiel Spielgeld oder Pokerchips sein.

Ein Mitarbeiter bietet als Auktionator peinliche Aufgaben an. Diese werden versteigert und müssen von der Person, die sie ersteigert hat erfüllt werden.

Zuerst stellt der Auktionator (oder ein Assistent) die Aufgabe möglichst genau vor. Beginnt mit etwas harmlosen (zum Beispiel einem Zungenbrecher), damit ein Teilnehmer schon ein bisschen Geld hat.

Dann beginnt der Auktionator: „Wer erfüllt diese Aufgabe für 10 Taler? … Niemand? … und wenn ich zwanzig dafür zahle? … “ und so weiter.

Sobald ein Teilnehmer „Stopp“ ruft hört der Auktionator auf, der Teilnehmer erfüllt die Aufgabe und bekommt das Geld. Dann kommt die nächste Peinlichkeit unter den Hammer.

Das „Geld“ gibt es nur, wenn die Aufgabe zur Zufriedenheit des Auktionators erfüllt wurde.

WICHTIG! Stellt keine Teilnehmer bloß. Wenn sie die Aufgabe ersteigern und sie beim Erfüllen nicht schaffen, zwingt sie nicht dazu. Es geht um Spaß, nicht um Strafen.

Was jetzt noch fehlt, sind die Peinlichkeiten. Sucht euch welche aus, die Eure Teilnehmer erfüllen können.
Folgende Exponate könnten zur Versteigerung kommen:

  • Cocktailparty: Der Teilnehmer muss eine Mischung aus Saft, Senf, Milch und ein paar Tropfen Tabasco trinken
  • Holidiradio: Der Teilnehmer muss 30 Sekunden zum offenen Fenster des Jugendraumes rausjodeln
  • Insektenimbiss: Mittlerweile bekommt man als Fleischalternative auch Heuschrecken und Mehlwürmer. Besorgt sie möglichst am Stück, dass man erkennt, was man isst.
  • Überraschungsei: In einem Eierkarton sind sowohl rohe als auch gekochte Eier. Der Teilnehmer muss sich eines aussuchen und auf den Kopf klatschen. ACHTUNG! Achtet auf die Kleidung und den Boden. Die Flecken gehen nur schwer aus Teppich und Kleidung.
    Versteigert mehrfach ein einzelnes Ei.
  • Stinkekäse: besorgt euch Limburger oder ähnlich „aromatischen“ Käse. Der Teilnehmer bekommt ein Stück davon zu essen.
  • Ice Bucket: Der Teilnehmer muss seinen Kopf für 10 Sekunden in einen Eimer oder eine Schüssel mit (Eis-) Wasser stecken
  • Nicht sauer werden: Der Teilnehmer muss ein Stück einer Zitrone aussaugen.
  • Superstar gesucht: Der Teilnehmer singt ein Lied durch das offene Jugendraumfenster
  • RibblDibbl: Ein Korken wird wie bei RibblDibbl angekokelt und das Gesicht des Teilnehmers damit angemalt.
  • 50 % Chance: Der Teilnehmer darf sich zwischen zwei Schüsselchen entscheiden. In einem ist Salz im anderen Zucker. Er muss aus seinem Schüsselchen einen Kaffeelöffel voll probieren.
  • Schminkkoffer: Vor allem bei reinen Jungsgruppen kann man mehrfach in den Schminkkoffer greifen. Der erste Teilnehmer bekommt die Lippen angemalt, der Zweite bekommt rote Bäckchen und der dritte die Fingernägel lackiert.
  • Heißes Zeug: Der Teilnehmer bekommt eine Peperoni zu essen.
  • Kikeriki: Der Teilnehmer muss sich auf einen Stuhl stellen und laut wie ein Hahn krähen
  • God shave the Queen: Das Gesicht wird dick mit Rasierschaum eingerieben.
  • Zwieback: Der Teilnehmer bekommt einen Zwieback, den er innerhalb einer bestimmten Zeit essen muss.
  • Sprachfehler: In verschiedenen Versionen spielbar: der Teilnehmer nimmt entweder einen Korken, ein Streichholz oder ein Stück Salzstange hochkant in den Mund und muss einen Zungenbrecher aufsagen
  • Prost Mahlzeit: Der Teilnehmer muss ein Schnapsglas voll Semmelbrösel „trinken“.
  • Autsch!: Der Teilnehmer bekommt 3 Minuten lang eine Wäscheklammer an jedes Ohr (Timer einstellen)
  • Liebesbotschaft: Der Teilnehmer schreibt in die Whatsappgruppe, die er als letztes benutzt hat „Ich bin ja so verliebt“. Alternativ kann er die Botschaft auch zum offenen Fenster hinaus schreien.
  • Pangalaktischer Donnergurgler: klingt komplizierter als es ist. Der Teilnehmer muss einfach nur ein Lied gurgeln
  • Heul nicht!: der Teilnehmer muss eine Zwiebel in kleine Stücke schneiden
  • ZYXWVU: Der Teilnehmer muss das Alphabet innerhalb von 30 Sekunden rückwärts aufsagen
  • Haare färben: besorgt im Kostümbedarf farbiges Haarspray, das sich leicht auswaschen lässt! Der Teilnehmer bekommt die Haare gefärbt.

Hinweis: Dieses Spiel wurde durch das „Stupid Phone“ aus dem Neo Magazin inspiriert.

Nachtrag: Dieses Spiel hat auf Facebook eine kleine Diskussion losgetreten.

Tobias meinte:
Die Idee hinter dem Spiel find ich gut, aber ich hab einen Kritikpunkt: Der kapitalistische Grundsatz “Mit genug Geld kann ich mir kaufen, wen ich will” bzw “Was bin ich bereit, für Geld zu tun?” sollte unter ethischen, moralischen und persönlichen Gesichtspunkten nachbearbeitet werden. Will man das nicht, weil es ja “nur” ein Spiel fürs Zeltlager ohne pädagogischen Auftrag ist, sollte man vielleicht überlegen, den Aspekt “Bezahlung gegen Handlung” zu überarbeiten und z.B.: eine Gegenpeinlichkeit anzubieten oder so.

Sabrina hatte folgende Idee:
Als spontaner Gedanke: Statt Geld könnte man ein Spielfeld wie z. B. Beim Chaos Spiel basteln und dabei darauf bieten wie viele Felder man vorrücken darf. Wer zuerst das Zielfeld erreicht hat, hat gewonnen.

Ganz schlechtNaja...is OKGutSpitze (1 Meinungen, im Schnitt: 5,00 von 5)
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Ein Gedanke zu „Auktion des Grauens

  1. Die Idee hört sich sehr vielversprechend an. Ich sehe aber die Gradwanderung zwischen witzig und peinlich. Wir werden das in unserer Jugendstunde ausprobieren. Auf jeden Fall.

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