Der Herr der Ringe – Mitspielkrimi

Für die AJC-Jungscharfreizeit 2009 habe ich meinen ersten Mitspielkrimi geschrieben. Bis ich vor kurzem einen Ausdruck davon in die Finger bekam, dachte ich er wäre verloren. Ich habe ihn wieder digitalisiert und möchte ihn jetzt hier veröffentlichen. Ich hoffe, dass ich die Fehler, die die Schrifterkennung gemacht hat, alle gefunden und beseitigt habe.

Der Juwelier Karl Funkel hatte noch bis spät in die Nacht gearbeitet. Nachdem sein Auszubildender Rudi Klein um 19:30 Feierabend gemacht hatte, war er kurz darauf in die Kneipe von Monika Syzslak zum Abendessen gegangen. Dorthin ging er des öfteren, wenn er lange arbeitete. Er aß das Tagesessen Gulasch und trank dazu ein Bier.


Gegen 20:30 ging er zurück in seine Werkstatt, um an einem sehr wertvollen Ring weiter zu arbeiten. Einem Ring den Graf Werner von und zu Anhold zur Reparatur dort abgegeben hatte. Ein Brillant war aus der
Fassung gebrochen und sollte wieder eingesetzt werden. Leider war das bei diesem einmaligen Erbstück ein sehr schwieriges Unterfangen und dauerte länger als geplant. Um den einen Stein wieder einzufügen musste er zuerst einige weitere umliegende der insgesamt 42 Steine entfernen und anschließend wieder einfügen. Um 22:00 Uhr und kurz nach Mitternacht rief er bei seiner Frau Frida an. Weil sie sich immer Sorgen machte, wenn Karl so lange in der Werkstatt arbeitete, hatten sie ausgemacht, dass er nach 20:00 alle zwei Stunden Bescheid geben würde, wenn alles in Ordnung sei. Als er kurz vor zwei endlich mit dem Ring fertig war, wollte er sie wieder anrufen. Doch sie ging nicht ans Telefon, sondern der Anrufbeantworter. ,,Dann schläft sie wohl schon.“ dachte er, hinterließ eine Nachricht und machte sich noch daran, einen Ehering zu gravieren.
Der Kunde Franz Müller würde ihn am kommenden Morgen abholen und schon wenige Stunden später seiner Braut Beate Kleinschmitt an den Finger stecken. Doch so weit kam er nicht. Er war noch nicht beim ,,t“ von
Beate, als er mit einer leeren Flasche niedergeschlagen wurde.
Am nächsten Morgen kam Rudi wie jeden Morgen fünf Minuten vor acht in die Werkstatt und fand dort seinen Chef bewusstlos vor der Graviermaschine. Viele Vitrinen waren aufgebrochen und sämtliche Ringe waren weg.
In den folgenden 20 Minuten erreichten zuerst Frida Funkel, gefolgt von Kommissar Ralph Clancy und Graf Werner und zuletzt Franz Müller den Tatort …

Mit diesen stellen sich die verschiedenen Personen den Teilnehmern in der Großen Runde vor. Der Polizist holt die einzelnen Zeugen/Verdächtigen nach vorne. Anschließend verteilen sie sich auf dem Zeltplatz und werden von den Teilnehmern (in Gruppen) befragt. Jeder hat Informationen, die andere belasten können. Am Ende trifft man sich noch mal in der Großen Runde und der Polizist klärt den Fall gemeinsam mit den Teilnehmern auf. Bei uns ging das ganze nahtlos in die Nachtwanderung über. Der Täter hat die Beute im Wald verstaut und führt die Teilnehmer zum Versteck. Das ist eine Option, die aber für den Krimi nicht nötig ist.

Eine weitere Datei mit Informationen, die die jeweilige Person noch zusätzlich hat, schicke ich gerne raus. Einfach kurz melden. Hier stehen weitere Informationen für die Schauspieler drin. Alibis, Zeugenberichte, Klatsch und Tratsch. Diese Infos bekamen die Schauspieler erst am Nachmittag vor dem eigentlichen Krimi. Und natürlich jeder nur die, die ihn betreffen.

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