Hörspiele aufnehmen

In der heutigen multimedialen Zeit hat man zu allem Bilder oder Filme. Trotzdem werden immer noch Hörspiele produziert. Es ist mittlerweile eine entspannende Sache, die Augen nicht zu benutzen und sich nur auf die Ohren zu verlassen.

Wenn man in meinen Mitarbeiter-Anfangsjahren Hörspiele mit den Teilnehmern aufnehmen wollte, musste man mit einem normalen Recorder und Kassetten (für die Jüngeren eine Erklärung) arbeiten. Alle Stimmen und Geräusche und die Musik mussten gleichzeitig aufgenommen werden.

Heute kann jeder Computer ein einfaches Tonstudio sein. Kostenlose Programme wie Audacity machen es möglich, verschiedene Tonspuren ablaufen zu lassen, zu bearbeiten und über ein Mikrofon die Stimmen der Teilnehmer aufzunehmen.
Dazu benutzt ihr am Besten ein externes Mikrofon. Grundsätzlich kann jedes verwendet werden, das sich an den Computer anschließen lässt. Wobei natürlich gilt: Ein 10 Euro-Mikrofon bringt nicht die gleiche Qualität wie ein Studio-Mikrofon für mehrere hundert Euro.
Das gesamte Hörspiel wird zum Schluss als MP3-Datei exportiert und kann gemeinsam angehört werden

ACHTUNG! Ich weiß nicht, wie das Veröffentlichen der Stimmen von Kindern im Internet rechtlich einwandfrei gehandhabt wird. Behandelt die Datei im Zweifelsfall wie ein Foto. Das heißt: Unterschriften der Erziehungsberechtigten und Widerrufsrecht einräumen.
Oder einfach nicht veröffentlichen.

In Kassettenzeiten musste mangels Möglichkeit zum Download von Geräuschen jedes Geräusch selbst gemacht werden.
Es soll regnen? Eine Gießkanne aus der man Wasser in eine Wanne gießt klingt so.
Waten die Darsteller durch Matsch? Knetet einen nassen Schwamm.
Und der Klassiker: Hufgetrappel durch Kokosnussschalen.

Wie gesagt, das ist in heutigen Zeiten nicht mehr nötig, macht aber Spaß. Viele Geräusche, die ihr nicht selber machen könnt und legale Musik findet ihr in Höspieldatenbanken. Hier mal ein paar zur Auswahl:

Manche dieser Sounds sind nur für den Privatgebrauch kostenlos. Wenn ihr mit den Hörspielen Geld verdienen wollt, muss die Datei auch für kommerziellen Gebrauch frei gegeben sein.

Denkt euch zuerst eine Geschichte aus. Überlegt, wer welche Rolle sprechen kann. Ein Erzähler fasst zusammen, was die Zuhörer nicht sehen. Welche Geräusche braucht ihr? Wie könnt ihr sie selber erzeugen?

Dann nehmt ihr nacheinander alles auf. Feinheiten in der Nachproduktion sollten die Mitarbeiter ohne Stress nach der Jungscharstunde vornehmen.

Als Beispiel habe ich ein Playback für „Der Wolf und die 7 Geißlein“ erstellt, zu dem man die Geschichte – mit etwas Übung – live vorlesen kann.
Hier könnt ihr alles runterladen.

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