Was geplant ist
„Outdoor“ soll eine neue Beitragsreihe in der Jungscharwerkstatt werden. Ein bisschen angehaucht mit Abenteuer und Natur soll es um Outdooraktivitäten gehen, die man mit Kindern und Jugendlichen unternehmen kann.
Ich versuche die Reihe so zu strukturieren, dass jeder Beitrag für sich funktioniert, aber insgesamt ein „Outdoor-Baukasten“ entsteht. Wie groß die Reihe wird und ob sie so funktoniert wie ich mir das vorstelle, wird sich zeigen.
Es gibt in der Kategorie „Outdoor“ schon ein paar Beiträge, die ihr auch verwenden könnt. Aber ab hier wird (hoffentlich) ein neues Kapitel aufgeschlagen.
Eventuell gibt es auch hier einmal ein Handbuch, wie das für Agenten und Detektive, in dem die verschiedenen Aktivitäten für die Teilis zusammengefasst werden.

Als erstes möchte ich einfach mal ein paar Grundlagen erwähnen:
Outdoor-Aktionen bieten Raum für Abenteuer, Bewegung und echte Erlebnisse. Damit sie gelingen, braucht es neben guten Ideen auch klare Absprachen. Teilis bewegen sich draußen nicht allein, sondern als Gruppe. Mitarbeitende behalten den Überblick, setzen Grenzen im Gelände und sorgen für sichere Rahmenbedingungen.
Dazu gehört, Wetter und Umgebung ernst zu nehmen, aufmerksam zu bleiben und notfalls Pläne anzupassen. Gleichzeitig lernen Teilis, respektvoll mit Natur und Umwelt umzugehen – nichts wird mutwillig zerstört, Müll wird mitgenommen, Tiere und Pflanzen werden geschützt.
Alle folgenden Outdoor-Ideen bauen auf diesen Grundsätzen auf: Gemeinsam unterwegs, achtsam handeln und Sicherheit hat Priorität vor Programm. So wird draußen sein zu einem Erlebnis, das stärkt und in guter Erinnerung bleibt.
Im Vorfeld
Wenn man draußen ist, lässt es sich nicht vermeiden, dass man schmutzig wird oder dass Kleidung Löcher bekommt. Auch kleinere Verletzungen wie Kratzer und Schrammen sind „normal“. Wenn ihr im Wald unterwegs seid, sind lange Hosen und Anti-Zeckenspray in meinen Augen Pflicht. Feste Schuhe sowieso. (An die, die mich persönlich kennen: Ja, auch ich habe aus Vorbildgründen bei Outdoor- und Wanderaktionen mit Teilis keine Birkis an!)
Kündigt Outdooraktionen rechtzeitig an, damit sich Eltern und Teilis darauf einstellen können. Steht schon im Vorfeld für Rückfragen der Eltern bereit. Vor allem, wenn ihr das erste Mal in die Natur geht.
Hier mal ein Mustertext, den ihr verwenden könnt:
Bei unserer nächsten Jungschar-Aktion sind wir draußen im Wald unterwegs. Dort wird gespielt, entdeckt, gebaut und ausprobiert – und das ganz bewusst nicht auf befestigten Wegen. Dabei kann Kleidung schmutzig werden und auch mal ein Loch abbekommen. Kleine Schrammen und Kratzer sind auch nicht unwahrscheinlich.
Bitte zieht deshalb alte, robuste Kleidung an, die schmutzig werden darf. Besonders wichtig sind lange Hosen und feste, geschlossene Schuhe, damit ihr gut geschützt unterwegs sind.
Da wir uns im Wald aufhalten, bitten wir außerdem darum, die Teilis vorher mit Zeckenschutzspray einzureiben. Nach der Aktion empfiehlt sich ein kurzer Zeckencheck zu Hause.
Uns ist wichtig: Draußen sein darf abenteuerlich sein – aber gut vorbereitet macht es allen mehr Spaß und ist sicherer. Vielen Dank fürs Mithelfen!
Achja: Im Wald unterwegs sein heißt auch mit dem entsprechenden Förster abklären, wo ihr was wann vorhabt. Bei den meisten Aktionen wird vermutlich keine große Absprache nötig sein, aber wenn ihr den Förster im Vorfeld Informiert, spart ihr euch gegebenenfalls hinerher Ärger.
Meine Empfehlung: nehmt euch die Zeit für Kommunikation.
Gemeinsam unterwegs, nicht einzeln
Draußen gilt: Die Gruppe bleibt zusammen. Teilis sind immer mindestens zu zweit unterwegs, besser im Team. MA behalten Überblick, legen Treffpunkte fest und sorgen dafür, dass niemand „mal kurz“ verschwindet. Klare Absprachen geben Sicherheit – für Teilis und MA.
Gelände, Wetter und Grenzen ernst nehmen
Nicht jedes Gelände ist für jede Gruppe geeignet. MA prüfen Wege, Abhänge, Gewässer und mögliche Gefahren im Vorfeld. Dazu gehört auch, das Wetter im Blick zu behalten und notfalls umzudisponieren. Haltet ein Notfallprogramm bereit. Klare Grenzen (z.B. Flatterband vor Gefahrenstellen) im Gelände helfen Teilis, sich so frei wie möglich zu bewegen, ohne sich zu verlaufen oder irgendwo abzustürzen.
Natur respektieren
Outdoor heißt nicht: alles anfassen, abbrechen oder mitnehmen. Die Teilis sollen lernen, achtsam mit Pflanzen, Tieren und dem Gelände umzugehen. Müll wird mitgenommen! Der Eigene auf jeden Fall, im Idealfall habt ihr auch eine Mülltüte dabei und sammelt gefundenen Müll gleich ein. So wird „draußen sein“ nicht nur ein Abenteuer, sondern auch eine Haltung.
Sicherheit vor Programm
Das beste Spiel bringt nichts, wenn es unsicher wird. MA sind aufmerksam und greifen ein, bevor etwas passiert. Regeln werden vorher erklärt und gelten immer.
Outdoor-Aktionen dürfen Spaß machen – aber Sicherheit hat Vorrang. Ich kann euch Tipps geben, aber im Zweifelsfall seid ihr für eure Teilis verantwortlich. Ihr kennt sie und könnt sie hoffentlich einschätzen.
Noch ein wichtiger Hinweis:
Ich finde es wichtig, dass Kinder sich auch in der Natur aufhalten und diese kennen- und schätzen lernen. Aber ich bin kein Outdoor-Experte. Das Meiste, das ich hier erkläre habe ich mir angelesen und teilweise ausprobiert. Ich werde die Beiträge so gut wie möglich recherchieren und nach bestem Wissen und Gewissen weitergeben. Wenn mir Fehler unterlaufen, macht mich unbedingt darauf aufmerksam. Ich werde vermutlich bei einigen Beiträgen andere Seiten verlinken und auf entsprechende Literatur verweisen.
Linksammlung
Hier findet ihr noch eine Sammlung mit Links zu Seiten, die Outdooraktivitäten mit Kindern zum Thema haben. Vermutlich wächst sie noch, wenn ich für weitere Beiträge rechechiere.
Alle (auch schon bestehenden) Beiträge findet ihr in der Kategorie „Outdoor“

