Warten lohnt sich! – eine Adventsandacht von Siggi

Warten lohnt sich! – eine Adventsandacht von Siggi

(Lukas 2, 25-30)

Immer dieses Warten! Am Bushäuschen, auf der Einwechselbank und vor allem jetzt: vor Weihnachten. Warum kann ich meine Geschenke nicht schon jetzt kriegen? Was soll die Geheimnistuerei? Ich will es gleich!

Da gab es einen Typ, dem ging es ähnlich. Wann ist es endlich soweit? Das, was er sich am meisten gewünscht hat, das wollte er nun auch endlich sehen. Aber wann? Simeon war gespannt. Er wartete nicht erst seit dem 1. Advent, dass es endlich Geschenke gibt. Er wartete schon ziemlich lange. Tage. Wochen. Monate. Sogar Jahre! Kannst Du dir das vorstellen? So lange auf etwas zu warten?

Wenn es sich lohnt, vielleicht schon?! Wenn es das größte ist, was du dir vorstellen kannst? Ein Stadionbesuch mit Papa? Ein persönliches Treffen mit deinem größten Idol? Das Motorrad, auf dem du mal fahren willst, wenn du groß bist? Deinen Traumberuf mal wirklich zu bekommen? Kannst du dir vorstellen, darauf lange zu warten?

Warten ist ganz schön schwer. Gut, dass es nicht immer so lange dauert. Aber bei Simeon war es so. Aber es gab ein Versprechen: du wirst das bekommen, was du dir am meisten wünscht. Ich verspreche es dir! Dieses Versprechen hatte er – von Gott.

Aber wird Gott das Versprechen halten? Wie oft hast du schon erlebt, dass ein Versprechen gebrochen wurde. Dein Freund hat dir was versprochen. Du hast dich gefreut. Du hast drauf gewartet. Und dann – wurdest Du enttäuscht. Woher sollst du wissen, ob das Warten sich überhaupt lohnt?

Simeon hat sich das nicht gefragt. Er hat Gott vertraut: „Wenn Gott mir das verspricht, dann wird es auch so sein!“ hat er gedacht. Und dann passierte was:

An diesem Morgen hörte er Gottes Stimme. Sie war nicht laut. Sie war noch nicht mal ganz normal zu hören. Aber in seinem Herzen hörte er es ganz deutlich: „Simeon, geht in den Tempel. Heute ist der Tag. Heute erfülle ich mein Versprechen. Heute hat das Warten ein Ende.“ Ach – wie schön ist das, wenn es endlich so weit ist. Simeon hatte ein Kribbeln im Bauch. So ein Kribbeln, wie wenn du das Geschenk siehst und denkst: ja, das könnte genau das sein, was ich mir wünsche. Die Spannung wuchs.

Simeon überlegte nicht lange. Er ging los. Ab zum Tempel. Die Aufregung stieg. So, wie wenn du dein Geschenk auspackst und der erfüllte Wunsch immer näher kommt. Da ging er durch das große Tor. Und mitten unter allen Menschen sah er es. Nein, nicht es. IHN! Ein kleines Baby. Simeon wusste sofort: das ist ER. Gott erfüllt sein Versprechen. Heute hat das Warten ein Ende. Es hat sich gelohnt: das ist Gottes Sohn. Sein Herz sprang vor Freude. Seine Augen füllten sich mit Tränen – Freudentränen. Erst zögerlich, dann schneller ging er alte Mann auf die Eltern zu, die das Baby auf den Händen hielten. Mit offenem Mund stand er da – und strahlte. Das ist er. Gott hat sein Versprechen erfüllt: sein Sohn, der Retter der Welt, ist geboren. „Darf ich ihn auf den Arm nehmen?“ fragt er die Eltern. „Gern.“

Simeon kann sein Glück nicht fassen. Er blick freudestrahlend nach oben. „Mein Gott, das Warten hat sich gelohnt. Jetzt habe ich alles, was ich mir je gewünscht habe. Meine Augen haben deinen Sohn, den Retter der Welt gesehen. Danke!“

Als er an diesem Tag den Tempel verlässt, ist er überglücklich. Seit Jahren hat er gewartet. Gott hat sein Versprechen erfüllt. Sein Sohn, Jesus, ist geboren. Simeon wusste: das Warten hat sich gelohnt. Du hast es gut: ja, du musst noch manchmal warten. Das ist schwer. Aber auf die wertvollste Sache musst du nicht warten: der Wertvollste, Jesus, Gottes Sohn, ist schon geboren. Auch für dich! Wenn du dein Herz für ihn öffnest, dann hast du das größte Geschenk schon jetzt. Jesus wartet. Auf dich. Lässt du ihn rein?

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