Mord in Palermo

Das Spiel Mord in Palermo wird seit vielen Jahren in der Jungschar und unter Mitarbeitern gespielt. In diesem Sommer hat es auf der AJC-Jungscharfreizeit einen Hype erreicht. Deshalb schreibe ich mal die Regeln auf.
Vor bestimmt 15 Jahren begegnete mir dieses Spiel zum ersten mal. Nachdem die Teilnehmer auf der Jungscharfreizeit in den Zelten waren, saßen etwa 10 Mitarbeiter im Kreis und der Spielleiter führte druch das Spiel. Ein paar Jahre später gab es dann eine „professionelle“ Version mit vorgefertigten Karten, die jetzt „Werwolf“ hieß. Das Spielprinzip blieb dabei das gleiche. Mittlerweile gibt es eine (Werwolf-)Version für bis zu 68 (!) Mitspieler von denen einige spezielle Sonderfunktionen haben.
Ich werden hier die klassische Version mit Mafiagangstern beschreiben. Wobei es vermutlich auch davon schon einige unterschiedliche Regeln gibt.

Ein Mitarbeiter übernimmt die Rolle das Spielleiters. Im Zweifelsfall gilt das, was er sagt.
Die Mitspieler bekommen über Karten bzw Lose ihre Rolle zugeteilt. Bei einer Runde mit etwa 10 Mitspielern werden zwei Karten mit „Mörder“, eine mit „Polizist“ und der Rest mit  „Bürger“ beschriftet. Bei etwa 15 sollte ein dritter Mörder ins Spiel kommen. Probiert ein bisschen aus.
Nachdem jeder weiß, wer er ist, wird idealerweise das Licht gedimmt um die Atmosphäre anzupassen.
So läuft eine Spielrunde ab:
Der Spielleiter beginnt die erste Runde mit den Worten: „Es wird Nacht in Palermo und alle Bewohner schlafen“ Alle Mitspieler schließen die Augen. „Doch zwei Mafiosi erwachen und suchen sich ihr Opfer“ Die Mörder verständigen sich stumm und teilen dem Spielleiter durch Zeigen mit, wen sie töten wollen. Mit den Worten „Die Mafiosi schlafen ein…“ bringt er die Mafiosi zum Einschlafen „… und der Polizist erwacht“ veranlasst den Polizisten die Augen zu öffnen. Er zeigt auf eine Person in der Runde und bekommt schweigend vom Spielleiter mitgeteilt, ob diese Person ein Bürger oder ein Verbrecher ist. Zum Beispiel mit Daumen hoch für braven  Bürger oder Daumen runter für Verbrecher. „Der Polizist schläft wieder ein… Es wird morgen in Palermo und alle erwachen bis auf …“  Und dann wird der Name des Opfers genannt.
Die Bewohner von Palermo beginnen eine Diskussion. Dabei achten die Mafiosi und der Polizist darauf, nicht enttarnt zu werden. Die Mafiosi halten natürlich zusammen. Der Polizist sollte möglichst unauffällig die Mörder belasten, wenn er sie kennt, beziehungsweise Bürger verteidigen, wenn sie beschuldigt werden. Am Ende der Diskussion werden zwei Verdächtige vor Gericht gestellt und halten eine Verteidigungsrede.  Anschließend entscheiden alle Bewohner, wer vom Mob gelyncht wird. Der Spielleiter gibt dann bekannt, ob der Mob einen Verbrecher oder einen Unschuldigen getötet hat.
Dann kommt die zweite Nacht. In dieser dürfen die Getöteten zuschauen, dürfen aber nicht reden oder den anderen Mitspielern Zeichen geben.
Auch in dieser Nacht übernimmt der Spielleiter das Kommando. Es macht mehr Spaß, wenn dieser die Geschichte und die Morde etwas ausschmückt.
Das Spiel endet, wenn entweder alle Mafiosi gelyncht wurden, oder alle Unschuldigen „verstorben“ sind.

 

 

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