Stratego – ein Geländespiel

Stratego ist eigentlich ein strategisches Brettspiel, bei dem die Mitspieler nicht wissen, welche gegnerische Figur an welcher Stelle steht. Die Umsetzung als Geländespiel habe ich schon als Teilnehmer Mitte der achtziger Jahre gespielt. Es gibt inzwischen unzählige Varianten. Es ist eher für größere Gruppen ab etwa 30 Personen gedacht.

Stratego ist ein militärisches Spiel bei dem jeder Mitspieler einen Rang hat.
Für alle, die nichts militärisches in der Jungschar machen wollen bleibt aber die Möglichkeit die Ränge durch hohe (Feldmarschall) bis niedrige (Fahne) Zahlen zu vergeben.
Treffen zwei Gegner aufeinander zeigen sie sich ihre Ränge. Der höhere Rang bekommt einen Lebenspunkt vom niederen. Sollte dies sein letzter Lebenspunkt sein, muss er zurück zu seiner Basis. Er ist damit aus dem Spiel.

Ziel des Spieles ist entweder, in einer bestimmten Zeit möglichst viele Lebenspunkte der Gegner zu sammeln oder die gegnerische Fahne zu erobern. (Ähnlich wie bei CTF )

Die Ränge sind beim Original-Stratego (Brettspiel) laut Wikipedia :
6 × Bombe (unbeweglich, schlägt jeden Angreifer außer den Mineur)
1 × Feldmarschall (nur durch Bomben und den angreifenden Spion zu schlagen)
1 × General
2 × Oberst
3 × Major
4 × Hauptmann
4 × Leutnant
4 × Unteroffizier
5 × Mineur (kann als einzige Figur Bomben schlagen)
8 × Aufklärer
1 × Spion (schlägt den Feldmarschall)
1 × Fahne (unbeweglich; wird von jeder Figur geschlagen; ihre Eroberung bedeutet den Sieg.)

Um das Spiel einfach zu halten lasse ich die Bombe und den Mineur weg. In manchen Varianten ist die Fahne auch eine Person. Die hat aber nichts zu tun, außer sich zu verstecken. Daher nehme ich eine richtige Fahne, der wird das auch nach mehreren Stunden nicht langweilig.

Zwei ähnlich starke Gruppen sollten schnell zusammengestellt sein. Diese ziehen sich dann zu einem von den Mitarbeitern vorher definierten „Stützpunkt“ im Wald zurück wo die Ränge verteilt werden. Außerdem wird hier die Fahne in den Boden gesteckt. Die Anzahl der verschiedenen Ränge hängt von der Spieleranzahl ab, muss aber in beiden Gruppen identisch sein. Bei einer ungeraden Anzahl von Spielern gibt es in einer Gruppe einen Unteroffizier weniger, dessen Lebenspunkte erhalten dann die anderen Unteroffiziere.
Die Anzahl der einzelnen Ränge hängt von der Anzahl der Mitspieler ab. Wichtig ist: nur 1 mal Feldmarschall und nur 1 mal Spion. Die anderen Ränge werden von stark = wenige bis schwach = viele verteilt. Als Faustregel empfehle ich die Verteilung vom Brettspiel. Zur Not könnt ihr auch einen der mittleren Ränge ganz streichen.

Kommen wir jetzt zu den Lebenspunkten. Ein schwacher Unteroffizier wäre schnell aus dem Spiel. Deshalb bekommt er mehrere Lebenspunkte. Erst wenn die aufgebraucht sind, muss er zurück zum Stützpunkt. Ein Feldmarschall hat so was nicht nötig. Der ist stark und fliegt schon beim ersten mal raus, wenn er sich mit dem Spion anlegt.

Lebenspunkte werden folgendermaßen verteilt:

Feldmarschall: 1 LP
General: 2 LP
Oberst: 2 LP
Major: 3 LP
Hauptmann: 3 LP
Leutnant: 4 LP
Unteroffizier: 5 LP
Spion: 6 LP

Am besten ist es, wenn die Punkte in Form von Kärtchen in je einer Farbe pro Team ausgegeben werden. Sobald 2 Mitspieler im Wald aufeinander treffen, zeigen sie sich gegenseitig ihre Kärtchen und der Schwächere gibt seines dem Stärkeren. Bei Gleichstand trennen sich sie Kontrahenten ohne Kampf

Das Spiel endet nach einer vorher vereinbarten Zeit oder wenn ein Team die Fahne des Gegners erobert hat. Am Ende der Zeit ist die Gruppe Sieger, die mehr gegnerische Kärtchen erobert hat. Wenn die Fahne erobert wurde, sind die Kärtchen egal.

Ich hab mal einen Satz Karten entworfen, den ihr auf rotes und blaues, etwas festeres Papier ausdrucken und zuschneiden könnt. Der jeweilige Rang des Teilnehmers ist fett gedruckt. Alle Ränge, die über dem eigenen stehen gewinnen, alle darunter verlieren den Kampf.

Im Internet findet ihr auch Varianten, die den militärischen Aspekt weglassen. Dann werden z.B.: Spielkarten verteilt (As schlägt König…)
Oder das ganze wird auf die Nahrungskette umgelegt.

Ganz schlechtNaja...is OKGutSpitze (Noch keine Bewertung)
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