„Viergewinnt“ selber bauen

Ein Gastbeitrag von Uli

Ulrike hat auf der AJC-Jungscharfreizeit mit den Teilnehmern „Viergewinnt“ Spiele aus Holz gebaut. In diesem Fall sind die Spielsteine gekaufte Kunststoffchips, grundsätzlich könnt ihr aber auch Holzscheiben in zwei Farben verwenden.

In der Bauanleitung gebe ich keine Maße an. Grundsätzlich hängt aber alles von den Steinen ab. Die von Uli hatten einen Durchmesser von 30mm und waren 2mm stark. Nur mal als Orientierung.

Das Material

Ihr braucht pro Spiel 2 rechteckige Holzplatten, dünne Holzleisten, die Spielsteine, eine Grundplatte und zwei Klötze, die am besten der Schreiner eures Vertrauens schon vorbereitet hat.

So könnt ihr beim Prototypen die Maße bestimmen

Als erstes müssen die Mittelpunkte der Löcher markiert werden. Hier an Ulrikes Beispiel: Die Leisten am Rand plus ein halber Spielstein markiert die erste Reihe der Löcher. Ein Trennsteg dazwischen, und der Mittelpunkt des nächsten Steins markiert die nächste Spalte. Immer noch 1 bis 2 mm Reserve in den Spalten lassen, damit die Steine gut rutschen

Die einzelnen Reihen werden genau so markiert, nur ohne Trennsteg und Reserve, weil die Steine ja senkrecht direkt auf einander liegen.

Die Leisten sollten etwa 1mm dicker (also höher, wenn das Brett liegt) sein als die Spielsteine. Wenn sie noch dicker sind, hat man zu viel Spiel und die Steine rutschen eventuell an einander vorbei. Sind sie dünner, rutschen die Steine nicht in das Spiel.

Die Löcher dürfen auch noch mit Schmirgelpapier gesäubert werden…

Insgesamt hat das Spiel 6 x 7 Löcher. Und mit dieser Information wisst ihr auch, wie groß eurer Spiel insgesamt wird.

Diese werden jetzt mit einem Akkuschrauber und einem dicken (in unserem Fall 20mm) Holzbohrer (am besten mit einem Forstnerbohrer oder einer kleinen Lochsäge) an den markierten Stellen gebohrt. Und zwar in beide Seitenwände. Wenn ihr die ordentlich auf einander legt und mit Schraubzwingen zusammen klemmt, geht das auch in einem Aufwasch.

So werden die Innereien angeordnet.

Jetzt ist es an der Zeit, dass mit Holzleim die Innereien eingeklebt werden. Auf der einen Seitenwand klebt ihr zuerst die äußeren Leisten fest. An der Oberseite dürfen sie ein bisschen überstehen, das kann am Ende mit etwas Schmirgelpapier oder einer Säge sauber gemacht werden.

Dann klebt ihr die Trennstege sauber ein. Für die beiden ganz rechts ist mir das Material ausgegangen. Die sollten bei euch genau so lang sein, wie die anderen.

Dann kommt auf alle Leisten ein bisschen Leim und die zweite Seitenwand kann angeklebt werden. Das Ganze wird Idealerweise mit Schraubzwingen zusammen gehalten, bis der Leim trocken ist. Falls ihr nicht genügend Zwingen habt, lasst das Spiel liegen und beschwert es mit ein paar Büchern.

Die Basis besteht aus einem Brett und zwei Klötzen

Damit das ganze Spiel stehen bleibt, braucht ihr noch eine Basis. Diese besteht einfach aus einem Brett als Grundfläche und zwei Klötzen mit einer Nut. Die Nut muss so groß sein, dass das komplette Spiel gut hinein rutscht.

Am besten fragt ihr mal beim Schreiner eures Vertrauens, ob er euch eine Nut in eine längere Leiste fräsen kann. Dann könnt ihr die Klötze davon absägen. Ansonsten kommt ihr vermutlich um Handsäge und Stemmeisen nicht rum.

Das Spiel steht nur lose in der Basis. Oben ist die offene Seite, unten die Geschlossene.

Beim Spiel wird ausgelost, wer beginnen darf. Dann wird abwechselnd ein Spielstein eingeworfen. Wer als erstes 4 Steine seiner Farbe in eine Reihe bringt hat gewonnen. Waagrecht, senkrecht und diagonal sind dabei erlaubt.

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