Schatzkarten präparieren

Für manche Programmpunkte benötigt man eine Karte. Um sie stilecht aussehen zu lassen, habe ich im Laufe der Zeit einige Tricks entwickelt, die ich hier weitergeben möchte…

Schritt 1: Die Straßen und Gebäude einzeichnen

Einen genauen Verlauf der Straßen und der Gebäude bekommt ihr bei Google oder OpenStreetMaps. Einfach ausdrucken sieht nicht wirklich „alt“ aus. Also müsst ihr die Konturen auf eure Schatzkarte durchpausen. Einfach das weiße Blatt auf euren Ausdruck legen und die Linien mit einem wasserfesten Stift (oder die „realistische“ Methode: wasserfester Tusche) genau nachziehen. Ihr könnt auch zuerst mit einem Bleistift arbeiten, dann sind Korrekturen leichter möglich.  Ich empfehle Euch die Karte in diesem Zustand einzuscannen, mit Hilfe eines Laserdruckers könnt ihr sie dann öfter benutzen.

Schritt 2: Flecken und Falten

Im Lauf der Jahre hat so eine Schatzkarte viel erlebt. Um das zu simulieren streue ich ein bisschen Schwarzteeblätter auf ein weiteres Blatt Papier. Darauf legt man die Schatzkarte und das ganze kommt in die Duschwanne. Über das Papier-Tee-Sandwich gieße ich langsam (damit sich die Karte schön vollsaugt) und vorsichtig (weil heiß) einen Liter heißes Wasser. Nach ein paar Minuten ist die Karte vollgesaugt und die Farbstoffe haben sich aus dem Tee gelöst und hinterlassen braune Flecken. Jetzt muss das ganze trocknen. dabei ist es wichtig, dass die Karte nicht ganz gerade liegt. Ein zusammengeknülltes Handtuch leistet dabei gute Hilfe. Achtung! in diesem Stadium ist die Karte sehr empfindlich und reißt leicht ein. Das ist nicht unbedingt schlecht. Wenn die Risse nicht an einer wichtigen Stelle sind, kann man die Karte trotzdem benutzen.

Schritt 3: Brandspuren

Die Karte braucht natürlich noch Brandspuren. Mit einem Heißluftgebläse habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Da kann man den Grad der Brandspuren gut dosieren. Das Papier wird an den Rändern brüchig und verliert die „DinA 4“-Form  Wer keine Heißluftgebläse hat kann das gute, alte Feuerzeug einsetzen. Damit die Karte nicht komplett abfackelt, solltet ihr mit einem Schwamm die Karte bis auf die Ränder nass machen. Dann könnt ihr vorsichtig die Kanten der Karte mit dem Feuerzeug ankokeln.

Schritt 4: Feinschliff

Wenn die Karte wieder trocken ist, kann noch etwas Staub aus einem Grillkohlesack und Erde die letzten alten Spuren bringen, dann bekommt man beim Anfassen schmutzige Hände. Wenn ihr Siegellack und ein Siegel habt, muss das unbedingt auch noch drauf.

Fertig ist eine „echte alte“ Schatzkarte.

 

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2 Gedanken zu „Schatzkarten präparieren#8220;

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