Paracord Armbänder

Fallschirmleine oder Paracord ist ein dünnes Seil aus Nylongewebe. Ursprünglich wurde es für militärische Fallschirme entwickelt. Es ist leicht und stabil und findet deshalb im Outdoor und Survival-Bereich großen Anklang.

Die Armbänder, die ich hier vorstellen möchte, sind ursprünglich in dieser Szene zuhause. Als Armband hat man immer ein paar Meter Leine griffbereit und kann es im Ernstfall schnell entknüpfen um damit einen Unterschlupf oder Ähnliches zusammen binden.

In bunten Farben geknüpft gibt es auch ohne militärischen oder überlebenstechnischen Hintergrund dekorative Armbänder.

Wie ihr im Titelbild erkennen könnt, gibt es verschiedene Verschlüsse für die Bänder. Vom einfachen zusammenbinden über einen Klickverschluss bis zum „Survivalverschluss“ mit Notrufpfeife, Feuerstahl und Kompass könnt ihr verwenden, was die Jungscharkasse hergibt.

Hier könnt ihr nach Verschlüssen aller Art und Starter Sets suchen. Wie immer gilt: Kauft wo ihr wollt.

Zuerst zeige ich die grundsätzliche Knüpftechnik an einem Metallverschluss und am Ende zeige ich noch den Einstieg für die Version ohne mechanische Schnalle.

Ich habe ein Set mit unterschiedlichen Farben gekauft. Darin waren lauter 3m Stücke. Eines davon reicht auch für einen starken Erwachsenenarm. Für meinen durchschnittlichen Arm waren 2,5m ausreichend (Einlagig geknüpft)

Die gängigste Leine ist „Typ III – 550“ mit etwa 4mm Durchmesser.

Da ich zweifarbig knüpfen wollte, habe ich das Ende von zwei Leinen mit dem Feuerzeug erhitzt und zusammen geschmolzen. ACHTUNG! VERBRENNUNGSGEFAHR! Der flüssige Kunststoff kann an den Fingern kleben und zu Verbrennungen führen. Evtl zieht ihr dazu Schutzhandschuhe an.

AUF KEINEN FALL solltet ihr das den Teilis überlassen!

Genug gewarnt. Beim einfarbigen Knüpfen habt ihr dieses Problem nicht. Dann nehmt ihr einfach ein Stück Leine, faltet es in der Mitte und führt die entstandene Schlaufe von unten durch die Schnalle. Die losen Enden zieht ihr ebenfalls durch die Schlaufe und zieht sie dann fest.

Die Enden fädelt ihr von oben durch das andere Teil der Schnalle. Jetzt müsst ihr die Länge des Bandes bestimmen. schließt den Verschluss und steckt euren Arm in das Armband. Es sollte angenehm locker um das Handgelenk passen, aber nicht über die Hand rutschen.

In dieser Länge beginnt ihr dann zu knüpfen. Grundsätzlich geht eine Leine immer über das Band (in diesem Fall Blau) und die andere unten durch (gelb). Bei einfarbigen Bändern muss man genauer hinschauen oder einen Faden mit einem Stück Isolierband markieren. Dann weiß man: „Das ist der Obere“

Der erste Knoten ist der schwierigste, weil alles noch locker ist. Grundsätzlich ist er aber genau wie alle anderen.

Die obere Leine geht über die beiden Mittleren. Die Untere geht einmal um die Obere und dann unter den Mittleren durch und dann dirch die Schlaufe der Oberen. Zieht diesen ersten Knoten vorsichtig zu und prüft dann noch mal die Länge. Passt alles? Falls nicht, könnt ihr den Knoten noch mal lockern und ein bisschen nachjustieren.

Dann kommen die nächsten Knoten. Die obere Leine von rechts nach links über die Mittleren, die untere Leine um die Obere, unter den Mittleren durch und durch die Schlaufe der Oberen.

Das wiederholt ihr, bis ihr an Ende angekommen seid.

Wenn ihr im Überlebensfall mehr Leine braucht, oder ein dickeres Armband haben wollt, könnt ihr das Ganze noch mal über das bisherige Band machen. Farblich gibt es einen schönen Effekt, wenn ihr dieses mal die andere Farbe nach oben nehmt.

In meinem Set war gleich noch eine „Nadel“ dabei. Die ist sehr hilfreich um die Enden durch die Schlaufe vom Anfang zu fädeln. Falls ihr keine habt, müsst ihr die Enden eben ohne durch die Schlaufe bringen.

Lasst an Ende 3 bis 4 Millimeter überstehen und schneidet die Leinen ab.

Damit die Enden nicht ausfransen, solltet ihr nochmal ein Feuerzeug nehmen und sie leicht anschmelzen. Am Besten macht ihr das auch gleich bei den Resten, wenn ihr diese irgendwann noch mal benutzen wollt.

Fertig ist das Paracord-Armband.

Für die Variante ohne Schnalle müsst ihr die Leine wie hier gezeigt legen. die rechte Schlaufe bleibt später eine Schlaufe, durch die beiden Linken zieht ihr am Ende die Knüpfleinen, und lasst 8 bis 10 cm zum verknoten übrig.

Der größte Unterschied zum gekauften Verschluss ist, dass ihr dieses mal 4 mittlere Leinen habt. Achtet darauf, dass sie möglichst parallel liegen. So könnt ihr an Ende alles schön zusammen ziehen.

Auf diesem Bild sind die ersten beiden Knoten locker geknüpft. Jetzt könnt ihr sie zusammen ziehen und weiter knüpfen. Wenn ihr am linken Ende angekommen seid, steckt die Enden durch die beiden Schlaufen und zieht diese zusammen. Einfach kräftig an der rechten Schlaufe ziehen,

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